Stretchfolien sind heutzutage in unserem Alltag und Beruf weit verbreitet. Die uns bekannten Stretchfolien sind in der Regel farblos und transparent. Bei der Verwendung fällt jedoch auf, dass viele Stretchfolien auch andere Farben aufweisen. Da Stretchfolien in vielen Farben erhältlich sind und für unterschiedliche Anwendungen unterschiedliche Farben verwendet werden, ist die Farbabstimmung ein wichtiger Prozess bei der Herstellung von Stretchfolien.
1. Visuelle Farbabstimmung: Farbabstimmungspersonal mit Erfahrung im Folienstretching muss vor der Farbabstimmung ein klares Verständnis des benötigten Farbmittels und der allgemeinen Farbwirkungsgesetze bei Mischfarben besitzen. Es muss die Eigenschaften der verwendeten Farbmittel genau kennen und über eine umfangreiche Sammlung repräsentativer Kunststoffe verfügen. Die visuelle Farbabstimmung ist zwar eine gute Testmethode, aber nicht sehr wissenschaftlich und daher nur praktikabel und einfach. Sie erfordert zudem umfangreiche Erfahrung im Bereich der Farbabstimmung, da sie sonst schwierig durchzuführen ist.
2. Instrumentelle Farbanpassung: Die instrumentelle Farbanpassung von Stretchfolien basiert auf dem visuellen Farbabgleich. Dabei werden Photometer und andere Messinstrumente eingesetzt, um die menschliche Wahrnehmung zu ersetzen. Die Farbverhältnisbestimmung erfolgt computergestützt, ohne dass tatsächlich farbige Kunststoffe gemischt werden. Der Bediener muss lediglich den Reflexionsgrad messen, der als Standardwert dient, und die passenden Farbpigmente auswählen. Durch Anpassen der Pigmentkonzentration wird der Umrechnungswert des Messsystems an den Standardwert angepasst. Bei einer sinnvollen Auswahl gibt das System eine Formel in Form eines Massenwerts aus, anhand dessen das Massenverhältnis berechnet wird.
Veröffentlichungsdatum: 07. Mai 2021